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Sollte man seine Seite mit Werbung finanzieren?

Sonntag, Juli 12th, 2009

Diese Frage stellen sich nicht allzu wenige Webseiten Besitzer. Die Idee ist auch attraktiv, denn wer möchte nicht Einnahmen machen ohne dafür arbeiten zu müssen? Konkret gibt es zur Zeit 3 Modelle um seine Seite mit Werbung zu finanzieren:

1. Pay per Click Angebote
Diese Angebote sind die meist verbreitetsten, denn hier muss der Werbende wirklich nur dann zahlen, wenn er auch einen potentiell geworbenen auf seine Seite gelinkt bekommt. Das große Problem ist für den Webmaster, das nicht viele Nutzer gerne auf Werbung klicken. So muss er schon zusehen das die Werbung seine Nutzer auch anspricht, ansonsten bleiben die Einnahmen aus. Das bekannteste Beispiel dieser Werbeform ist google AdSense, welche dynamisch Werbung ermittelt die zu Ihrer Seite passt.

2. Pay per View Angebote
Diese Angebote sind meistens die Unseriösesten. Hier wird für jeden Kunden gezahlt, der die Werbung sieht. Meistens befindet sich diese in einem PopUp oder den neueren LayerAds die sich auf der Seite, vom PopUpBlocker nicht Blockbierbar, vor den Inhalt schieben und für Ilove, Poker9000 oder illegale download Seiten werben. Der Haken dabei ist, das diese Werbung meistens 5 Sekunden lang offen sein muss, bis sie als gesehen gewertet wird. Und Sie können sich sicher sein, dass ich so ein LayerAd oder PopUp nach weniger als 3 Sekunde geschlossen habe wenn es auftaucht.

3.  Pay per Month Angebote
Hierbei handelt es sich um die Kronjuwelen der Werbung. Sie sind das Tollste, dass ein Webmaster erwarten kann, aber auch das Seltenste. Diese Werbeform wird meistens von großen Seiten versteigert/verkauft oder passende Seiten werden von Werbefirmen angeschrieben und es wird Ihnen ein Angebot gemacht.
Hier kann die Werbung oft an das Design angepasst werden so das Sie nicht störend auffällt und die Inhalte sind meistens seriös.

Pauschal würde ich Werbung der 3. Kategorie jedem empfehlen, bei den anderen beiden jedoch zu Vorsicht raten. Unseriöse Werbung lässt Ihre Seite auch schnell unseriös wirken und das gilt es zu vermeiden um Kunden nicht Abzugschrecken. Werbung der 2. Kategorie fällt daher weitgehend als geeignetes Werbemittel aus. Die Werbung der 1. Kategorie, wird auch von bekannten Seiten viel verwendet, bei Googles AdSense gibt es durchaus interessante Anzeigen, die den Nutzer zum Klicken verleiten könnten. Allerdings kann auch hier einiges an unseriösen Angeboten enthalten sein.

Ich empfehle, auf Seiten die Ihr Unternehmen repräsentieren, von Werbung abzusehen oder diese nur dezent, vielleicht als Partnerprogramm getarnt, aufzuziehen um Kunden nicht zu verschrecken.

Hier einmal ein Negativ Beispiel, die Verstatel Seite ist komplett mit Werbung eingerahmt, insgesamt zähle ich 11 Stellen an denen Werbung platziert wurde. Diese Seite ist auch ein gutes Beispiel für Legalität von Werbung. Die Werbung ist teilweise so in die Versatelseite eingebunden, das der Eindruck entsteht er wäre keine Werbung, sondern ein Service den die Versatel AG zur Verfügung stellt. Besonders durch die Hervorhebung von manchen Werbebereichen durch den Hinweis “Anzeige” jedoch der Auslassung dieser Bezeichnung in anderen Bereichen wird der Kunde verwirrt. Dies ist in Deutschland nicht legitim, denn durch das Trennungsgebot muss sichergestellt werden, das Werbung von Redaktionellen Texten unterscheidbar ist. Google AdSense hat dies zum Beispiel in seiner AGB stehen, wer hier gegen diese Regel wiederstößt, wird ohne Umschweifen aus dem Google AdSense Programm entfernt.